Olli

Olli

Olli

Olli (2009) sucht ein liebevolles Zuhause.

Leider konnte sich die Besitzerin nicht mehr um sie kümmern und hat sie, um ihnen ein öffentliches Tierheim zu ersparen, zu uns gebracht.

Sie werden auch getrennt vermittelt und sind ganz brave und dankbare Tiere. Wer hat ein Herz und ein schönes Zuhause für einen älteren Hund?

Alter: ca. 2009 geboren
Rasse: Pastor Mallorquin
Größe: 50 cm / 25 kg
Geschlecht: Rüde
Aufenthaltsort Tierheim Feliz Animal

Olli (l) und Linda (r)

Olli ist schon ein älterer Herr. Er ist noch super fit und so ein freundlicher Hund!

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Die Yorkis

Die Yorkis

Die Yorkis

Wieder durfte einer unserer Schützlinge den Weg in das neue Zuhause antreten. Die kleine Nora wurde ebenfalls von ihrem Herrchen abgeholt.

Er hat den weiten Weg von Rostock über Hamburg nach Mallorca auf sich genommen um Nora persönlich abzuholen. Danke an meine Freundin Armonia für den Transfer vom Flughafen. Der alte Beppo hat die Situation gleich genutzt, um sich ordentlich von Armonia Leal Cuesta bekuscheln zu lassen. Nun gehen sie dahin, Nora noch etwas zögerlich. Bestimmt denkst sie, Frauchen hat immer gesagt, ich soll nicht mit fremden Männern mitgehen und nun soll ich doch..??

Du wirst ein schönes Leben haben in deiner neuen Familie und Freunde warten dort auch schon auf dich. Kleine Nora, wir werden dich nicht vergessen und in meinem Herzen bleibst du sowieso. (08/2019)

Die Yorkis tauen auf und fangen an, ihr neuen Leben zu begreifen, was natürlich auch vieles mit sich bringt. Rangordnung usw. Die Kleinen haben ein Freigehege bekommen, direkt an ihrer Tür! Sie finden es super!! Frische Luft und ein wenig Auslauf ist für den Anfang in das neue Leben wichtig.

Bis sie allerdings bereit sind für die Vermittlung, ist es noch ein langer Weg.

Sie sind sehr traumatisiert. (17.04.2019)

 

Die Fotos werden ihnen nicht gerecht, sie sind sehr hübsche Hundis. Ich berichte Euch in den nächsten Tagen mehr. Gesundheitlich sieht es gut aus.

 

Auslauf
Die Yorkis
Yorkis

Die Yorkies (3 Rüden und 4 Hündinnen warten auf ihr perfektes Zuhause.  (Stand: 24.05.2019)

Nora

Nora und einige von den sieben Yorkies warten auf ihr perfektes Zuhause.

Marco ist glücklich vermittelt und sein neues Leben beginnt.

Marco ist glücklich vermittle und sein neues Leben beginnt.

Yorkis, Paule, Nora und Billie

Die Yorkis: Paule, Nora (vermittelt)  und Billie

Newsletter

Amy und Nora, August 2019

Unsere Amy wird die Reise in ihr neues Zuhause antreten. Sie hat sich hier so gut entwickelt und ist nun bereit, jetzt beginnt das tolle Hundeleben. Sie bekommt ein wundervolles Zuhause bei ganz lieben Menschen. Wir freuen uns alle sehr für die liebe Amy.

 

Wieder durfte einer unserer Schützlinge den Weg in das neue Zuhause antreten. Die kleine Nora wurde ebenfalls von ihrem Herrchen abgeholt. Er hat den weiten Weg von Rostock über Hamburg nach Mallorca auf sich genommen um Nora persönlich abzuholen. Danke an meine Freundin Armonia für den Transfer vom Flughafen. Der alte Beppo hat die Situation gleich genutzt, um sich ordentlich von Armonia Leal Cuesta bekuscheln zu lassen. Nun gehen sie dahin, Nora noch etwas zögerlich. Bestimmt denkst sie, Frauchen hat immer gesagt, ich soll nicht mit fremden Männern mitgehen und nun soll ich doch..?? Du wirst ein schönes Leben haben in deiner neuen Familie und Freunde warten dort auch schon auf dich. Kleine Nora, wir werden dich nicht vergessen und in meinem Herzen bleibst du sowieso.

Amy
Caruso

Caruso, Juni 2019

Nun steh ich hier, ich armes Eseltier, denn keine Liebe gibt es hier.

Mit dem Besen hat sie mir auf den Hintern gekloppt…das ist Misshandlung… wo ist der Tierschutz??

Ich hab gar nichts Schlimmes gemacht… vielleicht ein wenig… Bin die Treppen hoch, auf die Terrasse um mal zu sehen, was es da so zu Futtern gibt. Da standen Futtertonnen, die musste ich natürlich prüfen, dann hab ich drei Futtersäcke aufgemacht und probiert….ok, sie sind umgefallen und das Futter lag auf dem Boden, und wenn schon…….

Als ich dann alles probiert und gefuttert hatte, fielen eben noch ein paar Stühle um… was kann ich dafür, dass es da oben nicht “Eselsgerecht” ist. Danach dachte ich mir, zu einer ausgewogene Mahlzeit gehört auch etwas Grünes, also hab ich die Rosen kahl gefressen. Boah, dann hatte ich aber mächtig Durst und hab den Fischen das Wasser weggesoffen…mal ehrlich, warum brauchen so kleine Tiere soviel Wasser?

Plötzlich ging die Tür auf, und “sie da”…. schimpfte wie ein Rohrspatz und hat mich mit dem Besen von der Terrasse verjagt…ich armes Eseltier, hab es sooo schwer hier….

Bitte etwas Mitleid.. Euer Caruso….(sie da: er macht das jeden Tag, er macht die Wasserhähne auf, öffnet die Hundegehege, Türen und vieles mehr….

Chaos ist sein zweiter Vorname und der Besen kümmert ihn überhaupt nicht…vielleicht für drei Sekunden).

News vom 03.02.2019

Liebe Mitglieder und Freunde von Feliz Animal Andratx, es viele wunderbaren Dinge zu berichten und ich freue mich Euch das schreiben zu können. Die letzten Wochen waren in der Vermittlung sehr erfolgreich und besonders unsere alten Hunde sind davon betroffen.

Viele erinnern sich sicher an unsere alten Hundepärchen, die schon seit vielen Jahren hier im Tierheim ausharren mussten, weil sie keiner haben wollte und wir sie nicht trennen konnten. Bruno und Luna, zwei alte Rateros, die wir vor circa sechs Jahren aufgenommen haben, weil ihr Besitzer sie einfach in seiner Wohnung zurückgelassen hat, als er ausgezogen ist.

Lange war das Tierheim ihr Zuhause, nun haben beide zusammen ein wunderbares Heim bei einer sehr netten Dame in Deutschland gefunden. Danke an Judith Kleinmann, die uns bei der Vermittlung sehr unterstützt hat.

Da wir die beiden nicht trennen konnten, durften beide auf dem Landweg mit Dogs on road nach Deutschland fahren. Dort sind sie gut angekommen, sind nun sehr glücklich und haben die erste Nacht im neuen Zuhause, gleich mit Frauchen im Bett verbracht. So habe ich mir das immer gewünscht für die beiden Süßen.

Bruno und Luna
Theo und Berta

Auch Theo und Berta sind vermittelt. Ebenfalls zwei alte Hunde, die unzertrennlich sind und die wir von einem Schrottplatz gerettet haben. Dort mussten sie in einem Autowrack leben und wurden schwer misshandelt.

Theo und Berta leben nun in Essen bei einer sehr netten Dame, die überglücklich ist mit ihrem Hundeduo. Dort werden sie verwöhnt und bekuschelt, so wie sie es verdient haben, auf ihre alten Tage. Auch diese beiden waren sehr viele Jahre hier im Tierheim. Nun dürfen sie den Winter endlich im Warmen verbringen, mit viel Liebe. Auch Theo und Berta sind auf dem Landweg nach Deutschland gefahren, weil man sie einfach nicht trennen kann. Diese besonderen Vermittlungen machen mich sehr glücklich, lange hat es gedauert und nun ist es endlich gut geworden.

Im letzten Newsletter habe ich über die schwierige Gloria und ihre Welpen berichtet. Auch hier gibt es ein Happy End. Alle Welpen sind gut vermittelt und Gloria ist reserviert.

Zwei Welpen gingen nach Deutschland und einer blieb auf der Insel. Alle neuen Besitzer sind sehr glücklich über ihre Hunde, die ihr Leben ganz schön auf den Kopf stellen. 

Gloria hat das große Los gezogen, sie darf schon bald in die Schweiz fliegen auf einen wunderbaren Platz. Dort gibt es eine Dame, die ausschließlich schwierige Hund aufnimmt, die sonst keine Chance haben. Ihr letzter Hund ist aus Altersgründen verstorben und nun darf Gloria zu ihr.

Sie wird sich sehr gut kümmern, kennt sich aus, hat alle Geduld der Welt und die Hündin kann dort endlich zur Ruhe kommen und ihr Leben genießen.

Es ist ein kleines Wunder, denn oft habe ich gedacht….oh was mach ich nur mit Dir, du armer Hund….

Gloria
Peggy

Peggy, die große Mastinhündin ist ebenfalls vermittelt.

Peggy lebt nun in Deutschland bei sehr lieben Menschen und besucht mit ihrem Herrchen regelmäßig die Hundeschule, was notwendig ist, da sie ein sehr großer und kräftiger Hund ist.

Zwei Welpen wurden abgegeben, sie kamen aus schlimmen Verhältnissen und waren sehr verstört. Henry und Rosi sind Dobermänner und wurden hier liebevoll aufgepäppelt und inzwischen sind beide auf der Insel sehr gut vermittelt.

Bei den Katzen gibt es ebenfalls gute Vermittlungserfolge: die kleine Ronja, ein Katzenkind das abgegeben wurde, hat ganz schnell hier auf der Insel ein Zuhause gefunden.

  • Ein Kater, der bei der Policia Local abgegeben wurde kam zu uns. Er wurde von uns kastriert und wir konnten den Besitzer ausfindig machen, der sich sehr gefreut hat seinen Kater wieder zu bekommen.
  • Auch durften drei Katzen ausfliegen in ein neues Zuhause nach Deutschland. Darunter zwei von einer Pflegestelle, auch hier ganz lieben Dank für die tolle Pflege und das Kümmern.

Natürlich gibt es auch Neuzugänge:

  • Drei winzige Katzenbabys wurden in einem Kochtopf an einer Futterstelle ausgesetzt. Drei weitere an einer anderen Futterstelle, leider wird das wohl nie aufhören, da die Menschen einfach uneinsichtig sind und ihr Tiere nicht kastrieren lassen.
  • Im Katzengehege gibt es ebenfalls Neuzugänge, unter anderem einen roten Kater, leider nicht zahm. Er kommt aus Andratx und musste dort weg, weil die Anwohner sich beschwert haben.
  • Ein junges Tigerchen ist Leuten zugelaufen, die keine Katzen mögen. Nun ist die Hanna hier und wartet auf ein neues Zuhause. Sie ist sehr lieb, anhänglich und verschmust.

Viele anderen Katzen warten noch auf ein neues Zuhause und wir hoffen sehr, dass es bald auf für die eine oder andere eine Erfolgsmeldung gibt.

Bei den Hunden gibt es als Neuzugang die Lina, ein Pittbullmix aus der öffentlichen Auffangstation in Andratx. Sie musste dort sehr lange auf ihren Besitzer warten, der sie leider nicht abgeholt hat. Nun wartet Lina hier auf ein gutes Zuhause. Sie ist circa acht Jahre alt und eine ganz liebe Hündin.

Bei vielen Tieren konnten wir wieder Vermittlungshilfe leisten, sei es direkt vom alten Besitzer zum Neuen oder aus der Öffentlichen Auffangstation. Einigen Hunden aus der Perrera in Andratx konnten wir helfen, indem wir die Besitzer gefunden haben, welche sie dort direkt abgeholt haben.

In den letzten Wochen wurden wie immer viele Straßenkatzen kastriert. Wir unterstützen ebenfalls viele Spanier, die bereit sind, ihre Tiere kastrieren zu lassen, aber keine finanziellen Mittel dazu haben. Leider sind das noch immer viel zu wenige.

Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr über 500 Straßenkatzen kastriert und werden auch weiter machen, denn nur so können wir das Leid eindämmen.

Nun durfte ich Euch wieder einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben und hoffe, dass auch Ihr euch über die vielen positiven Ergebnisse freut.

Bitte unterstützt unsere Arbeit, denn ohne Euch geht gar nichts, die Tiere sind auf Eure Hilfe angewiesen.

Eure Helga Henrichs

Olli

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Gloria und ihren Welpen

Es ist nicht einfach mit der jungen Dame. Leider ist sie nach wie vor sehr traumatisiert, sie hat kein Vertrauen in die Menschen, es muss schlimm sein, was sie erlebt hat. Gloria tobt wie eine Furie, wenn andere Menschen auf dem Grundstück sind. 

Auch hatte ich Spezialisten hier, keine Chance. Sie ist nicht ansprechbar für fremde Menschen. Leider sind zwei ihrer Welpen gestorben, sie waren von Geburt an unterentwickelt und hatten keine Chance, was sehr traurig war.

Nun hat sie vier kleine Prachtkerle für die ich tue was ich kann um ihnen einen guten Start ins Leben zu bereiten, denn alleine schafft sie das nicht, aber gemeinsam bekommen wir das hin. 

Stand: 16.10.2018 

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Futterstellen für Straßenkatzen

Mehrere freiwillige Helfer betreuen Straßenkatzen an einigen Futterstellen im Raum Andratx/Calvia. Oft haben die Helfer nicht genug Geld, um für das Futter aus eigener Tasche aufzukommen. So finanziert unser Verein das Futter. Schön wäre es, zweckgebundene Zuwendungen für die Fütterung und medizinische Versorgung dieser Straßenkatzen zu bekommen. Wer mag uns hierbei unterstützen?

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San Telmo Straßenkatzen

Die Straßenkatzen von San Telmo haben besonderes Glück. Eine passioniertere “Pflegemutter” als ihre Betreuerin O.G. kann man sich gar nicht vorstellen. Jeden Tag geht sie schon sehr früh morgens los, um ihre Schützlinge zu füttern, an insgesamt ACHT Futterstellen! Selbstverständlich sind die ca. 60 Tiere, die sie versorgt, alle kastriert, sie werden regelmäßig entwurmt …

Tierpaten: Irmhild Wiesenthal-Schary

Futterstelle San Elmo
Die Straßenkatzen von San Telmo haben besonderes Glück. Eine passioniertere “Pflegemutter” als ihre Betreuerin O.G. kann man sich gar nicht vorstellen. Jeden Tag geht sie schon sehr früh morgens los, um ihre Schützlinge zu füttern, an insgesamt ACHT Futterstellen!

Selbstverständlich sind die ca. 60 Tiere, die sie versorgt, alle kastriert, sie werden regelmäßig entwurmt und auf Flöhe geprüft, und wenn eines verletzt oder krank ist, wird es zum Tierarzt gebracht. Viele sind sehr scheu, aber alle, die sich anfassen lassen, erhalten eine Menge extra Streicheleinheiten.

Letzt mussten ca. zehn Tiere umgesiedelt werden, aus einer Wohnanlage, wo sie nicht mehr geduldet wurden. Ein aufwendiges Unterfangen, mit viel Geduld und Ausdauer verbunden, aber schließlich hatte sie alle wieder an ihrem neuen Platz versammelt.

Eines Morgens bemerkte sie, dass ein Kätzchen sich an einem Auge verletzt hatte. Die Tierärztin stellte fest, dass das Auge entfernt werden musste. Sie wurde zuhause liebevoll gesund gepflegt, heißt jetzt “La Pirata” und lebt wieder draußen mit ihrer Gruppe zusammen, und von ihrer Behinderung merkt man ihr nichts mehr an.

Perico, ein schon älteres Tier, das von seiner Besitzerin bei Auszug einfach zurückgelassen wurde, kam eines Tages nur schleppend über die Strasse und brach zusammen. Als die Tierärztin das Alter feststellen wollte, stellte sich heraus, dass er nicht einen Zahn mehr im Mund hatte. Er war schwach, und konnte unmöglich wieder zurück auf die Strasse. O nahm ihn mit nach Hause und setzte alles in Bewegung, um ihm ein neues Heim zu finden, bis sie ihn, zusammen mit seinem Freund Karli nach Casa Blanca (am Flughafen) vermitteln konnte. Dort ist er sehr glücklich, und ist auf seine alten Tage ein schöner, gepflegter Kater geworden, und O. besucht ihn oft.

Oft hat O.G. pflegebedürftige Katzen, oder Katzenbabys, die man mit der Flasche großziehen muss, oder auch kranke Tiere bei sich zuhause, die sie versorgt, bis sie vermittelt werden können.

Es liegt auf der Hand, dass die Pflege der Straßenkatzen von San Telmo nicht nur viel Mühe und Zeit erfordert, sondern auch eine starke finanzielle Belastung darstellt. Wenn Sie also “aus der Ferne” etwas Gutes tun wollen, so könnten Sie mit einem kleinen Beitrag eine Patenschaft für die Samtpfötler von San Telmo übernehmen.

Caruso, oder wie ich auf den Esel kam.

Das Ganze begann vor circa 8 Jahren. Ich wohne in einem schönen Tal, das weit außerhalb einer Ortschaft liegt, mit wenigen Häusern aber viel Natur. Eines abends, es war schon dunkel, fuhr ich herunter in den Ort. Als ich auf unserer schmalen Straße um eine Kurve bog, stand da ein Esel. Er stand mitten auf dem schmalen Weg, blickte in meine Scheinwerfer und machte keine Anstalten sich zu bewegen. Ich stieg aus und schob ihn mit aller Kraft….

Tierpaten: Lutz und Verena Theml aus Berlin

Esel Caruso
Das Ganze begann vor circa 8 Jahren. Ich wohne in einem schönen Tal, das weit außerhalb einer Ortschaft liegt, mit wenigen Häusern aber viel Natur. Eines abends, es war schon dunkel, fuhr ich herunter in den Ort. Als ich auf unserer schmalen Straße um eine Kurve bog, stand da ein Esel.

Er stand mitten auf dem schmalen Weg, blickte in meine Scheinwerfer und machte keine Anstalten sich zu bewegen. Ich stieg aus und schob ihn mit aller Kraft zur Seite um weiterfahren zu können. Wahrscheinlich war er irgendwo ausgebrochen und machte eine kleine Nachtwanderung. Zwei Tage später hörte ich ein klägliches Schreien irgendwo gegenüber am Berg. Ich holte das Fernglas und sah einen Esel an einen Baum gebunden. Er hatte sich das Seil um die Beine gewickelt und konnte sich nicht mehr bewegen. So rief ich meinen spanischen Nachbarn Pepe an und bat ihn mir zu helfen, den Esel zu befreien. Pepe riet mir ab davon: „Mit Eseln hat man nur Ärger“. Wir taten es trotzdem. Der Esel lief sogleich davon und freute sich über seine wieder gewonnene Freiheit. Die Sache war damit für mich erledigt, denn ich war sicher, er würde jetzt endlich nach Hause laufen.

Falsch gedacht! Auf meinem Grundstück beherberge ich viele Tiere, darunter auch Ponys. In der darauffolgenden Nacht gab es ein großes Aufsehen im Pony-Gehege. Die Hunde bellten wie verrückt und ich lief mit der Taschenlampe zu den Pony. Dort angekommen sah ich, dass der ganze Zaun zerstört war, und der besagten Esel versuchte sich mit einer Pony-Dame zu vergnügen. Das war also der Dank dafür, dass ich ihn befreit hatte!

Ich wartete bis es hell wurde und rief dann die Policia Local, die bald darauf mit fünf Beamten erschien. Der Esel wurde abgeführt wie ein Schwerverbrecher, da tat er mir doch ein wenig leid. Es vergingen einige Tage und ich musste immer wieder an diesen Esel denken, deshalb ging ich auf das Rathaus um zu erfahren, ob er nun endlich bei seinem rechtmäßigen Besitzer sei. Dort erfuhr ich, dass sich niemand gemeldet hat und es sicher auch nicht tun wird, da der Esel bereits zwei Anzeigen hatte: 1. Schäfer ins Ohr gebissen. 2. Schäferkarren umgeworfen. Also doch ein kleiner Verbrecher! Aber irgendwie machte ihn das auch wieder sympathisch- ein Esel der sich durchsetzen kann. Nachdem er seine sechs Wochen „Haft“ in der öffentlichen Auffangstation abgesessen hatte, wollte ich ihn zu mir holen. Wieder bat ich meinen spanischen Nachbarn Pepe mir zu helfen, den Esel nach hause zu führen.

Die ersten dreihundert Meter gingen wir gemütlich nebeneinander, dank Karotten–Motivation meinerseits. Dann unweit der öffentlichen Schule, war ein dicker roter Streifen auf der Straße, der Esel blieb stehen und war nicht bereit auch nur einen Zentimeter seiner Hufe darauf zu setzen. Schon bald gab es einen großen Tumult und der Verkehr war zum Stehen gekommen, denn es war gerade Schulschluss. Viele Helfer versuchten den Esel zu schieben, zu locken, einer stieg sogar auf und wollte mit ihm über den roten Balken reiten, landete aber nur mit seinem eigenem Hintern darauf. Ein kleiner Junge hatte schließlich die Lösung für unser Problem: Du musst ihm die Augen zuhalten, dann sieht er den roten Streifen nicht, ist doch logisch. Gesagt getan, Pepe zog seinen Pullover aus und stülpte ihn über den Kopf des Esels und weiter ging der Marsch nach Hause.

Der Esel hieß fortan Caruso, weil er genauso klingt wie eine alte Caruso-Platte. Er lebt nun (kastriert!), mit den Pony-Damen und einem Zwergpferd zusammen. Wenn er durstig ist, öffnet er den Wasserhahn, vergisst aber ihn wieder zu schließen. Wenn er Langeweile hat, was leider öfter vorkommt, findet sich immer etwas womit er sich beschäftigen kann, wie Türschlösser, Fensterläden, Seitenspiegel oder Putzgeräte. Gestern kam ich mit einem Großeinkauf an blühenden Frühlingspflanzen nach Hause. Caruso kam sofort, um neugierig wie immer alle zu kontrollieren. Ich öffnete das Auto, um alle Pflanzen auszuladen, da klingelte das Handy und ich war zwei Minuten abgelenkt, danach war es vorbei mit dem blühenden Frühling: Caruso hatte ihn verspeist. Man muss ihn halt einfach lieben!

Helga Henrichs

Esel Caruso
Esel Caruso
Caruso und Helga

Zwergpferd Juanito und Ponyhengst Lucero

Juanito (Zwergpferd) und Lucero (kleiner Ponyhengst)

Beide haben wir “freigekauft”. Sie lebten in einem winzigen Stall, ohne Tageslicht.

Der Stall, eher ein Loch, war so winzig, dass sie sich kaum umdrehen konnten.

Aber jetzt leben sie auf einem großen Grundstück und haben einen wunderbaren Stall mit ausreichend Futter, Karotten und jeder Menge Grünzeug und Heu.

Patenschaft: Ulla Moritz

Zwergpferd Juanito und Ponyhengst Lucero
Pony